In der Breisacher Begegnung wurde deutlich: Das Gebet um Einheit ist zentral – aber es braucht auch konkrete Schritte. Beide Bischöfe betonten, dass zum Gebet das aufeinander Zugehen gehört, das bessere Kennenlernen und die Bereitschaft, „Gewohntes“ nicht absolut zu setzen.
Als Perspektiven wurden u. a. genannt: das gemeinsame Hören auf die Bibel als Fundament und das große Potenzial, das im ökumenischen Taufverständnis liegt.
So steht das ökumenische Kreuz bis heute für eine Haltung, die in Breisach gewachsen ist: Gemeinsam glauben, gemeinsam hoffen, gemeinsam Verantwortung tragen – und dabei offen bleiben für das, was verbindet.
Das Breisacher ökumenische Kreuz – zwei Teile, ein Zeichen
Das Breisacher ökumenische Kreuz ist nicht nur ein Symbol der Verbundenheit – es ist ganz konkret so gestaltet, dass diese Verbundenheit sichtbar „gelebt“ wird: Das Kreuz lässt sich trennen. Es besteht aus zwei Teilen, die im Alltag getrennt aufbewahrt werden – und zu ökumenischen Anlässen wieder zusammengeführtwerden.
Zwei Teile – zwei Orte
Im Laufe des Jahres sind die beiden Kreuzteile an zwei Orten zuhause:
So ist das Kreuz gewissermaßen „geteilt“ – und doch gehört es zusammen. Genau darin liegt seine Botschaft: Unterschiedliche Traditionen bleiben erkennbar – und finden in wichtigen Momenten wieder bewusst zueinander.
Zusammengeführt bei ökumenischen Anlässen
Zu ökumenischen Feiern und Begegnungen werden die beiden Teile zusammengebracht und als ein gemeinsames Kreuz gezeigt. Das ist jedes Mal mehr als ein Ritual: Es macht sichtbar, dass Ökumene nicht nur ein Gedanke ist, sondern ein Weg, den man immer wieder neu geht – Schritt für Schritt, Anlass für Anlass, im Gebet und im Miteinander.
Jedes Jahr am Stadtpatrozinium
Ein fester Termin, an dem das Kreuz jährlich zusammengeführt wird, ist das Stadtpatrozinium. Gerade dort, wo Breisach als Stadtgemeinschaft feiert, wird das ökumenische Kreuz zu einem starken Zeichen: Wir gehören zusammen – als Christinnen und Christen in dieser Stadt.